Veranstaltungen in der Villa Hedwig 2011

Hermann Hesse Lesungen 2011 mit Petra Seitz und Martin Lunz

Veranstaltungen 2011 in der Villa Hedwig

Veranstaltungen 2011 in der Villa Hedwig (Flyer als PDF)

Beschreibung: Im Jahre 1909 kommt Hesse zum ersten Mal nach Badenweiler zur Kur in die Villa Hedwig, die damals von Dr. Albert Fraenkel als Sanatorium betrieben wurde. Herman Hesse litt an Depressionen, und von den Freunden wurde Dr. Fraenkel als der richtige Arzt für ihn empfunden. Auch freuten sie sich für Dr. Fraenkel …„weil ich weiß, dass er einem solchen Menschen gern nützlich sein wird, dass es ihm eine Freude macht, sein Bestes zu geben, damit eine echte Künstlerseele wieder in das rechte Gleichgewicht und zur Arbeitsfreude kommt.“ Unsere Hesse-Lesungen geben einen Einblick in das große Spektrum des Lebens und Werkes von Hermann Hesse. Unser Anliegen ist, Ausblicke auf den Zusammenhang von Werk und Autor zu geben. Besonders ist, dass Hermann Hesse im Salon, wo die Lesungen stattfinden, mehrmals persönlich geweilt hat.
In Zusammenarbeit mit der Albert Fraenkel Initiative Badenweiler.

Veranstaltungsort: Villa Hedwig (Römerstraße 10 / Badenweiler)
Datum und Uhrzeit: jeden 1. Sonntag im Monat um 16.30 Uhr
Eintritt
: 10.-,
Karten bei: Buchhandlung Gissler-Volm, Luisenstraße 9, Badenweiler, 07632-327 oder Abendkasse

6. März: Stufen – Ein Portrait aus Gedichten, Texten und Musik

Das Lebensbild Stufen, die Auswahl der Gedichte und Texte (Briefe, Autobiographisches, aus Siddhartha, u.a.) und deren schauspielerische Darstellung, umfasst das Leben des Dichters und das Werden seiner Werke mit Schwierigkeiten und Krisen in vier Lebensstufen.

3. April: „Zum Erstaunen bin ich da..“

Gedichte und Erzählungen über die Natur Hermann Hesse hatte ein besonderes Verhältnis zur Natur, sie inspirierte ihn zeitlebens, er versuchte in sie einzudringen und ihre schöpferischen Kräfte zu erkennen und in seiner Kunst zu gestalten. Ausgewählte Betrachtungen und Gedichte prägen dieses Programm.

1. Mai: „Bäume“ – Betrachtungen und Gedichte

Bäume sind für Hesse Sinnbilder, die sich mit Erinnerungenverbinden, Symbole der Vergänglichkeit und Wiedergeburt, aber auch „alles Wachstums, alles triebhaften, naturhaften Lebens, aller Sorglosigkeit und geilen Fruchtbarkeit.“

5. Juni: Ich und Welt – Erzählungen

Eindrückliche Schilderungen, das Malen von Bildern aus dem inneren Erleben und dem äußeren Naturbetrachten, zeichnen die Schriftstellerkunst Hesses aus. Die Erzählungen bewegen und regen zum Nachsinnen an.

3. Juli: Siddhartha – Eine indische Legende

Siddhartha ist und bleibt einer der klarsten, lyrischsten und humansten Dichtungen Hesses. Siddhartha, der Brahmanensohn, ist auf der Suche nach dem wahren inneren Selbst und geht verschiedene Stationen seines geistigen Weges bis er zur inneren Harmonie gelangt.

7. August: Narziß und Goldmund

Die Geschichte der Freundschaft zweier gegensätzlicher Menschen. Auch Narziß und Goldmund ist wie die früheren Werke eine Seelenbiographie, aber da in diesem Werk die alten Gegensätze von Logos und Eros, von väterlichem und mütterlichem Prinzip in den zwei verschiedenen Gestalten eines sich ergänzenden Freundespaars Verkörperung finden, wird die Spannung nicht zur Dissonanz, sondern löst sich in eine echte Polarität.

4. September: „Legenden“

Hermann Hesses Legenden wurzeln in der Begegnung mit dem wandernden Dichter und Naturpropheten Gusto Gräser. Im Jahre 1907 zog Hesse in dessen Felsengrotte hoch über dem Maggiatal in Tessin. Er fastete, meditierte und lief nackt durch die Wälder. Gemeinsam studierten sie die heiligen Schriften der Inder. Doch Hesse kehrte in das bürgerliche Leben zurück, nahm vieles Innerliche mit, wohl auch den Impuls, Legenden zu schreiben.

2. Oktober: „Weg nach Innen“

Erzählungen, Briefe und Gedichte „Weg nach innen“, so kann die Biographie Hermann Hesses beschrieben werden. Aufgrund von Briefen, Gedichten und Erzählungen wird dieser Weg anschaubar gemacht.

6. November: „Mit der Reife wird man immer jünger“

Betrachtungen und Gedichte über das Alter Hermann Hesse gehört zu den Autoren, die das Glück hatten, alt zu werden und alle Phasen des Lebens erfahren und auf charakteristische Weise darstellen zu können. Zu den schönsten dieser Schilderungen gehören seine Betrachtungen über das Alter.

4. Dezember: Demian

Thomas Mann: „Unvergesslich ist die elektrisierende Wirkung, welche gleich nach dem Ersten Weltkrieg der „Demian“ jenes mysteriösen Sinclair hervorrief, eine Dichtung, die mit unheimlicher Genauigkeit den Nerv der Zeit traf und eine ganze Jugend, die wähnte, aus ihrer Mitte sei ihr ein Künder ihres tiefsten Lebens entstanden, zu dankbarem Entzücken hinriss.“

Die Villa Hedwig

Auch heute noch kann man in der Villa Hedwig etwas von der Atmosphäre spüren, die Hermann Hesse 1909 veranlasst hat, ihr den Titel „Haus zum Frieden” zu geben. Man ist versucht, sich inspirieren zu lassen, dem Geist des großen Dichters in seinen Werken nachzuempfinden. Menschen, die Erholung und Gesundheit suchen, Natur und Kulturfreunde oder Genießer der badischen Lebensart, sie alle finden in einer der schönsten und wärmsten Regionen Deutschlands ausreichend Möglichkeiten zur Urlaubsgestaltung. Direkt am Kurpark Badenweilers gelegen bietet die Villa genügend Abstand vom hektischen Alltag. Angeboten werden komfortabel und nach ökologischen Gesichtspunkten ausgestattete Ferienappartements. Die derzeitigen Inhaber Rita Grimm und Udo Rosenboom haben es sich zur Aufgabe gemacht, den in der damaligen „diätätischen Kuranstalt” intendierten, ganzheitlichen Kuransatz aufzugreifen und an heutige Bedingungen angepasst, fortzuentwickeln. Unterstützt und mit getragen wird dieses Projekt von Menschen (Ärzte, Therapeuten und Kunsthistoriker), die sich in einer regionalen Arbeitsgemeinschaft, der Albert Fraenkel Initiative (AFI) zusammengefunden haben.

Das LiteraTheater

mit Petra Seitz und Martin Lunz hat das Anliegen die Schätze der Dichtkunst lebendig zu machen in vielerlei Programmen und Inszenierungen: Von der Klassik bis in die Gegenwart, vom Ernsten zum Heiteren, von Nathan, dem Weisen über Hölderlin und Diotima, Anton Tschechow, Rainer Maria Rilke und Lou Andreas Salomé, Hermann Hesse, Paul Celan und Ingeborg Bachmann, zu Eric Emanuel Schmitt. Sei es Poesie und Piano, eine szenische Lesung oder ein Schauspiel, wir haben vielerlei Möglichkeiten. Martin Lunz, Lipburger Str. 10, 79410 Badenweiler, Tel. 07632-5746 literatheater@t-online.de · www.literatheater.de